Der Hafen Al Mukha (Mocha) – von ihm stammt unsere Bezeichnung Mokka – im Jemen war er der erste Umschlagplatz für Kaffee. Von hier aus begann die lange Reise des berauschenden Getränks Richtung Orient. Der weitere Weg führte über die Hafenstadt Venedig nach Europa, Handelsflotten brachten ihn von Ihrer so genannten Gewürzroute mit. Als Straßenverkäufer schließlich begannen, Kaffee anzubieten, wurde das Getränk immer beliebter.

Mit der steigenden Nachfrage wurde klar, dass er auch außerhalb seines Ursprungslandes angebaut werden musste. Im 17. Jahrhundert begannen die Niederländer, Kaffee in ihren indonesischen Kolonien anzubauen und die Franzosen waren die Ersten, die Kaffee auf dem amerikanischen Kontinent kultivierten. Heute wächst Kaffee wie ein breiter Gürtel rings um den Äquator zwischen dem 23. und 25. Breitengrad.

Coffea Canephora
Die Robusta Pflanze

Robustas wachsen in niedrigeren Höhenlagen zwischen 300 und 800 m über dem Meeresspiegel. Sie sind, wie der Name schon sagt, robuster gegenüber klimatischen Bedingungen und somit leichter zu kultivieren. Robustabohnen sind meist rundlich und weisen eine gerade Einkerbung auf.

Jeder gute Espresso sollte einen Anteil an Robusta Bohnen haben – sie sind verantwortlich für eine hervorragende Crema.

Coffea Arabica
Die Arabica Pflanze

Diese Sorte wächst nur im Hochland von 600 bis 1.200 m über den Meeresspiegel. Hochlandkaffees, ausschließlich Arabicas, zeichnen sich aufgrund der speziellen Wachstumsbedingungen durch eine besonders feine Säure und einen hervorragenden Geschmack aus.

Rohkaffee wächst auf Sträuchern der Pflanzenfamilie Coffea. Die reife, rote Frucht enthält zwei Kerne, die Kaffee-Bohnen. Es gibt eine Vielzahl von Sorten in der Gattung Coffea, nicht alle speichern Koffein in Ihrem Samen. Deshalb sind nur zwei Sorten von wirtschaftlicher Bedeutung:

Arabica und Robusta. Die Pflanze Coffea Arabica wächst bis zu 4 m hoch, wird aber in Kaffeeplantagen durch ständigen Rückschnitt strauchförmig gehalten.

Die anspruchsvolle tropische Kaffeepflanze wird in verschiedenen Kulturen angebaut (Plantagen-, Garten-, Semi-Forest- und Wildkaffee) und nach der Ernte sortiert, verarbeitet, gewaschen, getrocknet und geschält. Nach unzähligen Sortiervorgängen wird die Endklassifizierung vorgenommen und die Bohnen werden nach Größe, Dichte und Farbe sortiert. Jetzt kann der Kaffee in Säcke abgefüllt und in Container verladen werden und seine Reise über den Seehafen in unsere Rösterei antreten.

Seit über 80 Jahren rösten wir traditionell im Trommelröstverfahren. Denn nur so können wir Ihnen garantieren, dass wirklich alle Aromastoffe, die in den Bohnen stecken, auch zum harmonischen Geschmack beitragen können. Durch die Langzeitröstung gehen Reizstoffe und Chlorogensäuren fast verloren. Der Kaffee wird bekömmlich und mild – ohne chemische oder mechanische Manipulation.